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Sunny days..

Da diese Woche Herbstferien an allen Schulen und sonstigen Bildungseinrichtungen sind, habe ich heut Abend endlich mal wieder ein bisschen Zeit, ein paar Stories von der Insel zu erzählen... Denn auch für uns gilt, wenn Ferien sind: keine Englisch- oder Spanischstunden (abgesehen natürlich von den privaten Spanischeinheiten durch andere Kontinentler;-)). Schade eigentlich, der Spanischkurs ist immer sehr amüsant, man spricht englisch, wir übersetzen alles ins Englische, wollen aber Spanisch lernen und irgendwann um 20.00 Uhr drängen sich mir dann doch die deutsche Wörter auf. Zum Schluss einer jeden Stunde herrscht so ein Sprachenchaos in meinem Hirn, dass auch schon mal Russisch mit ins Spiel kommt. Aber das, natürlich, nur sehr kläglich. Doch die nächsten 8 Monate sollten diese fehlenden Kenntnisse weniger dramatisch sein..

 Eigentlich habe ich bis jetzt recht wenig über meine Gastfamilie berichtet. Das mag damit zusammen hängen, dass unsere gemeinsamen Momente eher selten sind, meistens stehe ich vor allen auf und komme erst später am Abend heim, um entweder gleich wieder aufzubrechen oder erschöpft ins Bett zu fallen. Um ehrlich zu sein, so viel verpasse ich wahrshceinlich nicht. Das Leben dreht sich hier eher um drei große Themen: Essen, Fernsehn und Golf. Eigenlich Schade, der Geburtstag meines Gastvaters Kevin am Sonntag wurde anscheinend nur vor dem Fernseher verbracht, also keine bemerkbaren Unterschiede zu sonstigen Wochenenden. Im Moment wird die Wohnzimmeridylle jedoch von einem großen Konflikt überschattet: mein Gastbruder trennte sich von seiner Freundin, Tiffany, die auch in diesem Haushalt lebte. Es folgten große Diskussionen von Sofa zu Sofa, Schweigen am Essenstisch und-sehr zu meiner Verwunderung- letztes Wochenende ist die junge Liebe wieder frisch erblüht und nun konnten alle wieder friedlich vor dem Fernseher einschlafen. Doch, oh weh, heut muss es wohl wieder gekracht haben. Leider bin ich nicht immer auf dem neusten Stand, meine Zehen bewegten sich deshalb schon des öfteren gefährlich nahe auf so manch Fettnäpfchen zu...

 

Da ich mich wenig für den oben dargestellten Lebensstil begeistern kann, beschlossen Juliana und ich am Wochenende mal wieder bisschen das Leben am Meer zu genießen. Man stelle sich vor: Sonne  und bis zu 17 Grad. Oh ja, ich bin wirklich in England. Den Samstag verbrachten wir in Brighton, eine sehr ansehnliche Stadt an der Südküste Englands. Es ist viel größer als Hastings und durch die ansässige Universität voller junger Menschen. Kurzzeitig malten wir uns aus, wie schön es wäre, da zu leben, aber wie immer im Leben möchte man ja gerade das, was man nicht hat. Also brachte der Zug nach Hastings uns zurück in die Realität und wir beschlossen den Abend in unserer vorübergehenden Heimatstadt ausklingen zu lassen. Es wurde wiedermal wild getanzt, erstaunliches beobachtet und der Versuch gestartet, soziale Kontakte zu knüpfen. Sonntags morgens mussten wir dann feststellen, dass Juliana dies zu ernst genommen hat und einer Lunch-verabredung mit dem jungen, türkischen Kebabmann für uns beide zugesagt hat. Schnell wandelten wir das ganze in ein kurzes Kaffeetrinken bei Sonnenschein ab, immerhin wollten wir es uns mit ihm nicht ganz verscherzen, wo sollten wir sonst hin wenn uns nach dem Feiern mal wieder der Hunger nach Garlic-Bread quält? Um aber den tollen Sonntag noch richtig zu genießen, liefen wir entlang der Seafront zu dem Restaurant mit dem schönsten Meeresblick von Hastings. Endlich konnten wir wieder dem wohlklingensten, britischen Akzent lauschen und uns in guter, englischer Konversation üben. Very british! Und bringt wahrscheinlich mehr, als mit anatolischen Möchtegern-Machos über deren Familienverhältnisse zu plaudern..

27.10.09 21:43

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