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No en-suite at all..

Jetzt wo ich gefühlte 100000 Broschüren mit Senlac-stickern beklebt hab, findet sich endlich etwas Zeit, kurz Bericht zuerstatten. Wiedermal haben sich die Ereignisse überschlagen und endlich ist ein neues Manko der beiden Praktikantinnen, nennen wir sie zum Schutze der Persönlichkeit J. und A., aufgefallen: Planunggsfähigkeit. Es löst nun die Orientierungslosigkeit ab, könnte damit also unter Umständen auch zur Abwechslung in diesem Blog beitragen.

 

Wir zwei Damen planten ja, den Samstag Abend bei einer australischen Geburtstagsfeier in London zu verbringen. Vielleicht sollten solche Pläne mit den potentiellen Wohnungsbesitzern abgesprochen werden, im besten Falle nicht erst Samstag Mittag. Aber, um eine doch recht abgegriffenen Lebensweisheit hier anzubringen: "Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel, man weiß nie, was man bekommt." In unserem Fall entpuppte sich die Praline dann als glücklicherweise noch freies Hostelzimmer. Denn merke, Australier müssen nicht immer so spontan sein wie wir Deutschen. Nach wirren Gedanken, wie dieser Ausflug nach London denn nun konkret aussehen solle, entschieden wir uns also für ein gemütliches Jugendherbergszimmer ganz in der Nähe des Picadilly Circus. Entspannt alten Hostelgewohnheiten nachgehen und Wein im Gemeinschaftsraum trinken fiel flach, wir brauchten ja noch ein Geburtstagsgeschenk. Völlig entnervt liefen wir durch die Gegend, die Touris aus den Weg schuppsend und fanden ein super tolles Präsent, diese Erleichterung trieb uns dazu, endlich mal ein bisschen Ruhe zu genießen und einen Kaffee zu trinken... Die Ruhe hielt ungefähr 10 min an, dann mussten wir weiter, uns Partygerecht herrichten. Ab jetzt kam übrigens der Wein ins Spiel, wer sich über folgende Ereignisse wundern mag findet in ihm vielleicht die Erklärung.

 Wie wir nun so im Hostelzimmer standen und die Spuren des Tages versuchten zu überschminken, kam gewissen Personen die Idee, unser Geschenk wär nicht gut genug. Auch die Bemühungen, den stylischen Cocktailshaker aus Plastik gefüllt mit wohlriechenden  Badutensilien in Paper zu wickeln, machte die Situation nicht besser. Verzweifelt falteten wir, rearrangierten wir doch  letztendlich mussten wir einsehen: Dat wird nix mehr. Also, einen Trostschluck noch und ab in den Club. Die Vorfreude musste zugunsten der Wegfindung (ja ich weiß, laaaangweilig) kurzzeitig beiseite geschoben werden, tauchte aber wieder auf, als Erin uns verkündete, wir stehen auf der "london birthday party"- Gästeliste. In dem Moment stimmte mich noch nichts nachdenklich, auch nicht als wir trotzdem 10 Pfund bezahlen mussten. Die vielen Spiegel und die ganzen super-poshen LEute hab ich als Großstadtgetue abgetan. Aber die Realität holte mich ein, als die Kehle trocken wurde und alles in mir nach einem kleinen Cocktail schrie. Der kleine Cocktail hätte mich dann jedoch 100 Pfund gekostet, das auch nur wenn er ohne Alkohol serviert werden würde. Na gut, also dann gabs über den Abend verteilt ein Bier à 6 Pfund, die günstigste Variante nicht zu verdursten. Der Abend war sehr interessant und auch amüsant, ganz mein Ding wird es wahrscheinlich nicht werden, die Raumgestaltung missfiel mir dann doch.

Sonntags, nachdem man uns höflich aus dem Zimmer bat (naja, "Depature at 10" sollte größer gedruckt werden) genossen wir die Sonne über London, wir bräunten/röteten uns ganz in der Nähe der Queen. Aber auch der sonnigste Tag in London muss leider einmal zu Ende gehen, wir machten uns auf den Heimweg-die Taschen gefüllt mit stinkenden, grellen Badeutensilien- dank Schienenersatzverkehr ruhige 1,5 Stunden zusätzlich im Bus. Aber, wen stört das noch, wenn er in einem Club war, den Jay-Z letzte Woche auch besuchte.

30.9.09 23:38

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