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London calling..

Nach dem mein Wochenende eher schleppend verlief, ist seit gestern abend endlich wieder Schwung drin. Aber bevor ich zum Auslöser komme, sollten an dieser Stelle noch ein paar (ha, wer mich kennt, es werden eh ein paar mehr) Worte über den Freitagabend fallen.

 

Seit Mittwoch haben Juliana und ich geplant Freitags auszugehen, Hastings Nightlife auszutesten und vielleicht ein paar Leute kennenzulernen. Also wurde sich am Abend aufgebrezelt, richtig im englischen Stil. Jedenfalls dachten wir beide das, nur sahen unsere Einteiler im Gegensatz zu denen der englischen "Ladys" recht lang und weit aus. Ausserdem trugen wir mit unseren Leggins und Jacken wahrscheinlich zur allgemeinen Belustigung bei, denn hier trägt man trotz Meereswind und eisigen 13° C nicht mehr als die 20 cm² Stoff, die das Abendoutfit dastellen sollen (Vielleicht wärmen ja die größeren Körperpolster). Das Ganze kann auch gleich als Erklärung für das Nichtvorhandensein von Garderoben in Clubs gesehen werden. Naja, wir standen einfach zu unserem Kälteempfinden und haben uns an der "Getränkebörse" (Die Preise der Mixgetränke stiegen und fielen immer mal während des abends) erstmal was zum festhalten erstanden. Als wir einsahen, dass dies auch zu nichts führen kann entschieden wir uns die Partyfinger auf der Tanzfläche loszulassen. Aber mal ehrlich, irgendwo hört die Anpassung auf. Anscheinend dachte da jede/jeder, dass sie/er an der Stange tanzen sollte, was nicht immer unbedingt sehenswert war. Hinzu kamen Balztänze, die ich eher ins Tierreich einordnen würde. Aber, auch wenn wir leider nicht so gut drauf waren und uns gegenseitig den Hintern versohlen wollten, nur das Treiben zu beobachten machte extrem viel Spaß. Beim "frische Luft schnappen" wurden wir dann auch recht schnell angesprochen. Die üblichen Fragen, wie heißt du, was machst du, wo kommst du her.. Aber wie schnell man auf weitaus interessantere Themen kommt:

"So where are you from?"

"I was born in Saxonia and I.."

"Oh what, you want sex? Both of you? No problem!"

"Ähhh no, the area is called Saxonia, you know like anglo-saxonia."

"Doesn't matter, so do you?".

So schnell geht das hier, da wird nicht lange gefackelt. Abschließend kann gesagt werden, es war zwar sehr, sehr amüsierend unterwegs zu sein, aber großartig jemanden kennengelernt haben wir nicht, Gespräche nehmen hier oft eine sehr rasante Wendung, da dann wieder rauszukommen ist bisschen schwieriger..

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 Oh die Kamera schmeichelt 0,002 megapixel

 

Samstag  war dann nicht viel los mit mir, nach doch recht anstrengender Woche und sechs Stunden schlafen (es sollte nochmal ein Dankeschön an die "freundliche" slowakische Frau fürs Wecken gerichtet werden, oh just 4 weeks left till shes leaving!!). Irgendwann Nachmittags bin ich an den Strand von Bexhill, es war aber so windig, dass man nich länger als eine halbe Stunde da rumhocken konnte. Sonntags hat sich die Gastfamilie zu ihrer Lieblingsbeschäftigung zusammengefunden: Golf im Fernsehen anschauen. Ach generell, fernsehen. Da hab ich mich bisschen dazugesetzt, war äusserst lustig, da anscheinend nicht nur ich von der Slovakin generv bin. Am Abend kam dann ein Bus mit Schülern aus Deutschland an und es gab einigen zu tun. Heut morgen sind wir zwei Praktikantinnen vom Dienst mit genau dieser Gruppe nach London gefahren, offiziell um uns die Stadtrundfahrt anzuhören, inoffiziel mit dem Ziel vor Augen, Notting Hill Carnival zu erleben. Das haben wir dann auch durchgezogen, trotz brütender Hitze, Massen von Menschen schon in der tube Richtung Schauplatz und der sich den ganzen Tag bei uns schon gezeigten Koordinationsschwäche höheren Grades (wiedermal Karte- Navigationssytem-Anne, zusätzliche Streßfaktoren: Zeitdruck und ebenfalls planlose Juliana). Aber, der Mut wurde dermaßen belohnt. Man kann es sich nicht vorstellen, was da los ist. Alles tanzt und feiert, trinkt und raucht, eine riesengroße Straßenparty. Angeblich der größte Karneval in Europa, dessen ganze Stimmung sicherlich auf die ganzen Menschen mit mittel- und südamerikanischem Blut zurückzuführen ist. Die feiern sich da nämlich ein wenig selbst... Wer kann, sollte sich das wirklich einmal geben, so viel Lebensfreude auf einem Fleck!Und die Leute, alle so freundlich und gesprächig. Vielleicht sollte so eine Rauchwolke auch ab und zu mal über anderen Massenveranstaltungen hängen, dann würden die um einiges friedlicher ablaufen;-)

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Irgendwann mussten wir dann wieder in die Realität zurück, sind wieder mit dem Bus voller durchdrehender Kinder (London Dungeon scheint auch seine Wirkung zu haben) zurück nach Hastings, wo wir noch einen Arbeiteinsatz hatten, zwei Jungs wollten unbedingt die Gastfamilie wechseln und brauchten dabei ein bisschen Hilfe, bzw auch ein Transportmittel. Aber wer unsere Fahrkünste für sich nutzen möchte, muss auch unseren Orientierungssinn in Kauf nehmen. Es wurde eine etwas längere Tour.

 

Ansonsten, ich hab nach einer Woche "Fettlebe" mir ein Dessertverbot erteilt, was nicht unkommentiert von Kevin (der Gastvater, er heißt Kevin!!)  blieb, aber lieber lebe ich mit den Spitzen als dass ich auch irgendwann auch keine Jacke zum Schutz vor Kälte mehr benötige.

Mit der Gastfamilie rede ich jetzt doch recht viel, sie sind sehr lustig und immer bereit, dumm zu quatschen. Vielleicht wird mein Englishc doch endlich mal besser. 

 

So, jetzt ist es doch wieder so viel geworden.. Damn!

1.9.09 00:21

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